Neues Phishing-Opfer: Olaf Kaltbrenner

Tja… Trittbrettfahrer oder 2. Versuch? Diesmal hat es Rechtsanwalt Olaf Kaltbrenner erwischt – wobei… gibt’s den eigentlich?! Gerade trudelte auf jeden Fall folgende Mail ein, die einen sehr stark an die Phishing-Mails erinnert, die – den real existierenden – Rechtsanwalt Florian Giese in Verruf brachten:

Guten Tag,

in obiger Angelegenheit zeigen wir die anwaltliche Vertretung und Interessenwahrung der Firma Sony Music Entertainment Deutschland GmbH an.

Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk begangene Urheberrechtsverletzung an Werken unseres Mandanten. Unser Mandant ist Inhaber der ausschliesslichen Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15ff UrhG bzw. § 31 UrhG an diesen Werken, bei denen es sich um geschutzte Werke nach § 2 Abs 1 Nr. 1 UrhG handelt.

Durch das Herunterladen urherberrechtlich geschutzer Werke haben sie sich laut § 106 Abs 1 UrhG i.V. mit §§ 15,17,19 Abs. 2 pp UrhG nachweislich strafbar gemacht. Bei ihrem Internetanschluss sind mehrere Downloads von musikalischen Werken dokumentiert worden.

Aufgrund dieser Daten wurde bei der zustandigen Staatsanwaltschaft am Firmensitz unseres Mandanten Strafanzeige gegen Sie erstellt.

Aktenzeichen: 240 Js 419/04 Sta Stuttgart

Ihre IP Adresse zum Tatzeitpunkt: 178.200.132.102

Illegal heruntergeladene musikalische Stucke (mp3): 11

Illegal hochgeladene musikalische Stucke (mp3): 37

Wie Sie vielleicht schon aus den Medien mitbekommen haben, werden heutzutage Urheberrechtverletzungen erfolgreich vor Gerichten verteidigt, was in der Regel zu einer hohen Geldstrafe sowie Gerichtskosten fuhrt. Genau aus diesem Grund unterbreitet unsere Kanzlei ihnen nun folgendes Angebot: Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen und Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen, gestatten wir ihnen den Schadensersatzanspruch unseres Mandanten aussergerichtlich zu lösen. Wir bitten Sie deshalb den Schadensersatzanspruch von 100 Euro bis zum 29.03.2011 sicher und unkompliziert mit einer UKASH-Karte zu bezahlen. Eine Ukash ist die sicherste Bezahlmethode im Internet und fur Jedermann anonym an Tankstellen, Kiosken etc. zu erwerben. Weitere Informationen zum Ukash-Verfahren erhalten Sie unter: http://www.ukash.com/de

Nachdem Sie den Ukash oder Paysafecard* Voucher gekauft haben, geben sie den auf unserer Homepage ein.

* alternativ konnen Sie auch mit Paysafecard zahlen Link: http://www.paysafecard.com/de

Geben Sie bei Ihrer Zahlung bitte ihr Aktenzeichen an!

Sollten sie diesen Bezahlvorgang ablehnen bzw. wir bis zur angesetzten Frist keinen 19- stelligen Ukash PIN-Code im Wert von 100 Euro erhalten haben(oder gleichwertiges Paysafecard Coupon), wird der Schadensersatzanspruch offiziell aufrecht erhalten und das Ermittlungsverfahren mit allen Konsequenzen wird eingeleitet. Sie erhalten dieses Schreiben daraufhin nochmals auf dem normalen Postweg.

Hochachtungsvoll,
Rechtsanwalt Olaf Kaltbrenner

Wie gehabt: Kaffee trinken, E-Mail löschen und Lebbe geht weida!

10 Gedanken zu „Neues Phishing-Opfer: Olaf Kaltbrenner“

  1. Hab die gleiche Mail auch bekommen.
    Hätten sich ja wenistens die Mühe machen können und die Zahlen ändern können. Wir haben ja nicht alle die gleiche IP :)

  2. Habe dieses Mail auch erhalten. Wenn man jedoch dieses genau liest, findet man einige Ungereimtheiten, wie z.B. das Zahlungsdatum (29.03.2010) Diese Person ist nicht nur kriminell, sie ist auch noch ungebildet und ausserordentlich dumm.

  3. Was für ein Zufall, ihr habt auch genau sovieles wie herauf und herunter geladen und die gleiche IP!
    Wahnsinn was es für Zufälle gibt! ;-)))

  4. so ein zufall aber auch. sogar in meinem büro in österreich haben wir dieselbe ip adresse …

  5. T-Online hat dem lieben Herrn Kaltbrenner sogar einen eigenen Artikel inklusive Warnmeldung auf der eigenen Webseite gegönnt! Mal abgesehen davon, dass die IP-Adresse überall die Gleiche ist, ist es eher unwahrscheinlich das ein “richtiger” Anwalt über den elektronische Postverkehr so ein unablehnbares “Angebot” unterbreitet. Wenigstens hat das zur Folge, dass der Bekanntheitsstatus von Paysafecard und Ukash erhöht wird. Inet Payment`s rocks!

  6. Sollte ja jedem klar sein, dass das nur Abzocke ist.
    Erstens kann jeder, der ein wenig IT-Kenntnisse hat, sofort erkennen, ob das seine IP-Addy ist oder nicht, zweitens kommen solche Klagen GARANTIERT nicht per email, sondern eher per eingeschriebenem Brief in der Post und drittens würden amtliche Zahlungen NIEMALS mittels Ukash oder Paysafecard abgewickelt werden. Die sind schließlich anonym, was toll ist im Internet, aber garantiert nicht für öffentliche Zahlungen, die man im Zweifelsfall auch nach Jahren noch nachweisen können muss.
    So ein Stuss…

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