Open Innovation und Kundenorientierung

Die Begrifflichkeit von Open Innovation hat mehrfache Bedeutungen und wird unterschiedlich genutzt. Generell existieren zwei Ansätze, deren gemeinsames Ziel es ist, externe Innovationsquellen in den internen Innovationsprozess des Unternehmens zu integrieren. Beiden Ansätzen geht die Kundenorientierung voraus, die den optimalen Wert einer Leistung für interne und externe Kunden in den Vordergrund rückt. Die Eigenschaften eines kundenorientierten Unternehmens sind (i) eine Unternehmensvision, die den Kunden an erste Stelle stellt, (ii) die Fähigkeit des Unternehmens, besser als die Wettbewerber Informationen über die Kunden zu sammeln, zu verarbeiten und zu nutzen und (iii) die Koordination funktionsübergreifender Prozesse zur Schaffung von Wert für die Kunden (siehe das sehr empfehlenswerte Werk Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung von Frank Piller und Ralf Reichwald.

Erfolgsfaktoren von Kundenorientierung im Innovationsprozess
  • Sammlung von Marktinformationen
  • Einsatz von Testmärkten
  • Verstehen von Kundenwünschen
  • Kenntnis der Preissensitivität
  • Testmarkt für Prototypen
  • Kundenbezug in Innovationsphasen
  • Intensive Marktforschung
  • Verstehen des Konsumentenverhaltens
  • Kundenorientierter Market-Launch
  • Frühe Go-/No-Go-Entscheidunden
aus Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung Reichwald, Piller, u.a., Gabler Verlag, 2006

Eine Innovation basiert daher auf einer erfolgreichen Erhebung von Bedürfnisinformationen, die Wünsche, Präferenzen und Anforderungen an eine Leistung beinhaltet, die der Kunde im Vorfeld, bspw. im Rahmen einer Marktforschung äußert und der zielorientierten Umsetzung der vom Kunden verlangten Leistung, wie Eric von Hippel in seinem Buch The Sources of Innovation (PDF Download (kostenlos, englisch, Creative Commons License) erläutert. Die Transformation der Kundenbedürfnisse in marktwirtschaftliche Dienstleistungen vollstreckt sich über den optimalen Einsatz der zur Verfügung stehenden Elementarfaktoren und Dispositiven Faktoren und beruht auf den Lösungsinformationen, die für das konkrete Leistungsangebot notwendig sind. Somit besteht die Herausforderung darin, über Methoden und Techniken Bedürfnisinformationen des Marktes in das Unternehmen zu transferieren, die dort von Forschern und Entwicklern unter Nutzung von Lösungsinformationen in ein passendes Leistungsangebot übersetzt werden.

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